Echokardiographie

Herzerkrankungen treten sowohl bei Hunden als auch bei Katzen gehäuft auf. Dabei sind nicht nur die älteren Patienten betroffen. Gerade angeborene Erkrankungen und Erkrankungen mit genetischer Disposition bei bestimmten Hunde- und Katzenrassen nehmen in der Kardiologie einen großen Stellenwert ein.

Hochgradige Subaortenstenose bei einer 6 Monate alten Miniatur Bullterrierhündin. Die Geschwindigkeit im linksventrikulären Ausflusstrakt wurde mittels continous wave-Doppler gemessen und liegt bei 6,75 m/s.
Einjährige Griffon-Hündin mit Atrium-Septum-Defekt. Die Scheidewand zwischen rechtem und linkem Vorhof ist nicht vollständig ausgebildet. Die Pfeile kennzeichnen die Defektgrenzen.

Voraussetzung für die optimale Therapie des einzelnen Patienten ist es, die Art, den Schweregrad und die Ursache einer Herzerkrankung exakt zu diagnostizieren. Nur so kann eine auf den Patienten abgestimmte Therapie eingeleitet werden. Das Ziel der Therapie liegt darin, das Fortschreiten der Herzerkrankung aufzuhalten oder zu verlangsamen, die Leistungsfähigkeit des Herzens zu verbessern und dem Tier somit ein beschwerdefreies Leben mit guter Lebensqualität zu ermöglichen.

Die kardiologische Diagnostik, das Erkennen von Erkrankungen des Herzens, setzt sich aus mehreren Untersuchungsmethoden zusammen, die in sinnvoller Ergänzung zueinander verwendet werden, um eine Erkrankung sicher zu diagnostizieren. Dazu zählen neben der gängigen und auch sehr wichtigen Auskultation, das heißt dem Abhören des Herzens, die Röntgendiagnostik, die Elektrokardiographie (EKG) und die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie). Die Kombination dieser einander ergänzenden Untersuchungsmethoden ermöglicht eine exakte Diagnosestellung, an die sich eine individuelle Therapieempfehlung für den Patienten anschließt.

Die Diagnoseverfahren werden am wachen Patienten durchgeführt und bereiten in der Regel keine Unannehmlichkeiten. Für die Echokardiographie kann lediglich auf einem kleinen Areal ein Scheren des Fells am Brustkorb erforderlich sein.

Da die kardiologische Diagnostik zeitintensiv ist, bitten wir Sie (außer in Notfällen), zur Vorstellung des Patienten in unserer Tierklinik einen Termin zu vereinbaren. Bei einem vorbehandelten Patienten können bereits vorliegende Untersuchungsergebnisse sowie Informationen über bereits getätigte Medikationen sehr hilfreich sein. Ihr Haustierarzt erhält von uns Informationen über erhobene Befunde sowie die Therapieempfehlung für den Patienten. Die weitere Betreuung Ihres Tieres erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt.

Ihre Ansprechpartner

Dr. med. vet. Sandra Kehr

Dr. med. vet. Birgit Morisse

Dr. med. vet. Emilia Mazur

Dr. med. vet. Nina Jürgens

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