Endoskopische Harnröhrenunterspritzung

Die Inkontinenz der Hündin – das unkontrollierte Verlieren von Urin („Träufeln“) – kann zu einer großen Belastung der Mensch-Hund-Beziehung führen. Betroffene Hündinnen sind aufgrund einer Störung des Verschlussmechanismus der Harnröhre nicht mehr dazu in der Lage, den Harnabsatz bewusst zu kontrollieren. Sie „träufeln“, was bedeutet, dass sie – oft nur im Schlaf – unkontrolliert tröpfchenweise Urin verlieren.

Harnträufeln tritt gehäuft bei älteren weiblichen Patientinnen auf. Oft ist es eine – wenn auch seltene – Folge der Kastration. Zwischenzeitlich sind mehrere Medikamente auf dem Markt, mit denen die Inkontinenz gut zu behandeln ist.

Eine Alternative zur medikamentösen Behandlung stellt die auch in der Humanmedizin durchgeführte urethrale Unterspritzung dar. Bei dem Verfahren, welches wir in unserer Tierklinik durchführen, wird zur Aufpolsterung der Harnröhrenwand am Blasenausgang ein Hydrogel injiziert. Dies führt zu einem verbesserten Verschluss und somit zu einer Verminderung des Urinverlusts.

Der kurze Eingriff wird endoskopisch unter Sedation durchgeführt. Die Hündin kann bereits kurz nach dem Eingriff wieder entlassen werden. Die Wirkung setzt unmittelbar ein.

Ihr Ansprechpartner

Dr. med. vet. Alexander Pack

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