Minimalinvasive Kastration

Endoskopische Kastration – die sanfte Kastration

Für viele stellt sich die Frage nach der besten Operationstechnik bei der Kastration ihrer Hündin. Bei der herkömmlichen Kastrationstechnik durchtrennt der Chirurg die Bauchdecke der Hündin über eine Länge von etwa zehn Zentimetern, um zu den Geschlechtsorganen zu gelangen. Eine sehr viel sanftere Methode ist die „Schlüssellochchirurgie“ mit Hilfe der Laparoskopie.

Was bedeutet Laparoskopie?

Laparoskopie (griech.) heißt „in den Bauch hineinsehen“. Die Laparoskopie ist ein Teilgebiet der Endoskopie (nach innen sehen). Diese Technik wird beim Menschen seit Jahren bei vielen Erkrankungen angewendet, bei der Gallenblasenoperation zum Beispiel ist diese Methode bereits Standard.


Wie funktioniert die sanfte Methode?

Bei der laparoskopischen Kastration werden nur drei kleine Schnitte (jeweils etwa 5 mm) benötigt. Einer knapp unterhalb des Nabels sowie zwei weitere in der Mittellinie des Bauches. Durch eine dieser Öffnungen wird eine Optik in den Bauchraum geschoben. So kann sich der Chirurg Übersicht verschaffen.

Durch die beiden anderen Öffnungen werden sog. „Trokare“ eingeführt. Das sind dünne Röhrchen, durch die der Chirurg die notwendigen Arbeitsinstrumente in die Bauchhöhle einbringt. Die Kastration wird nunmehr von außen vorgenommen.


Die Vorteile der sanften Methode:

  • keine Schmerzen nach der Operation, bedingt durch winzige Wunden
  • keine Nahtdehiszenz, d. h. kein Aufgehen der Operationswunde durch Belecken oder durch Überbelastung
  • kein Leinenzwang nötig
  • Bewegungsfreiheit bereits kurz nach der Operation (Agility, Kurse, Jagd, …)
  • besseres kosmetisches Ergebnis

Ihre Ansprechpartner

Dr. med. vet. Alexander Pack

Dr. med. vet. Karl Scherer

Dr. Alexandru Riscou

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